Der ein oder andere hat bestimmt schon einmal die Erfahrung gemacht, dass bei der Suche nach einem bestimmten Begriff auf einmal ein Ergebnis auftaucht, was dort eigentlich nicht hingehört oder zumindest etwas verwirrt, denn die gefundene Website hat mit dem eigentlich gesuchtem Begriff gar nichts zu tun.
Bekannte Google Bomben
Suchte man vor einiger Zeit beispielsweise nach Failure
(zu deutsch: Versager) so fand man die Biographie von George W. Bush auf der offiziellen Website des weißen Hauses an der ersten Position der Suchergebnisse. Doch nicht nur in Amerika kannte man ein solches Phänomen, auch in der Schweiz bekam man bei der Suche nach Waschlappen
von Google auf den vorderen Plätzen einen Herrn Christoph Blocher serviert; Schweizerischer Bundesrat. In Deutschland war Bundeskanzlerin Angela Merkel unter “Kohlkopf
” zu finden.
Google hat allerdings Anfang 2007 laut eigenen Aussagen einen Algorithmus implementiert, der diese Google Bomben entschärft. Seitdem funktionieren die oben genannten Beispiele nicht mehr. Auch wenn der Suchmaschinen- betreiber beteuert, es würde automatisiert gefiltert, so drängt sich der Verdacht auf, dass dort manuell nachgeholfen wurde, denn unzählige weniger prominente Fälle des Bombings funktionieren immer noch.
Wie kommt ein solches Ranking zustande?
Die “Freunde” der in den Beispielen genannten Politiker sprechen sich ab und platzieren nacheinander unzählige Links auf ihren eigenen Webseiten zu der einen Seite, die in den Suchergebnissen vorne stehen soll. Als Linktext wird exakt der gleiche Begriff genommen, bei dem die Seite des “Opfers” gefunden werden soll. Wenn die Suchmaschine nun auf unzähligen Seiten z.B. einen Link auf die Bush-Biographie mit dem Text “Failure” findet, heißt das für sie: unglaublich viele Leute behaupten auf der Zielseite gäbe es Informationen zum Thema “Failure”, also wird es schon stimmen und listet die Seite, wenn eine bestimmte Menge an Links erreicht ist, sehr weit vorne, obwohl auf der Biographie-Seite kein einziges Mal das Wort vorkommt.
Eine solche Vorgehensweise wird als Google Bombing bezeichnet, die Suchmaschine wird also derart mit Links bombardiert, bis sie die entsprechende Seite vorne anzeigt. Die SF1-Sendung “10 vor 10″ hat dazu vor einiger Zeit einen interessanten TV-Bericht
gesendet, in dem auch der Google-Pressesprecher zu diesem Thema Stellung bezieht.
In unseren SEO-News befindet sich ein Artikel zu einer leicht abgewandelten Variante, die man “Social Bombing” getauft hat.
Für eine Suchmaschinenoptimierung einer kommerziellen Website sind solche Varianten allerdings gänzlich ungeeignet, denn man erreicht einzig und allein die gute Listung bei einem einzelnen Suchbegriff. Besucher, die über Keyword-Kombinationen suchen, bekommt man dadurch in der Regel keine.
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