SEO-Lexikon
 

Google Bowling

Was versteht man unter Google Bowling?

 

Als Google Bowling bezeichnet man den Versuch, die Website eines unliebsamen Konkurrenten aus dem Suchmaschinen-Index herauszukegeln, so dass dessen Seiten bei keiner Suchanfrage mehr gefunden werden können.

Google schreibt zwar in seiner Hilfe für Webmaster  folgendes:

Mitbewerber haben praktisch keine Möglichkeit, Ihr Ranking negativ zu beeinflussen oder Ihre Website aus dem Index zu entfernen.

Allerdings hat Google sehr stark mit Spammern zu kämpfen, die zum Beispiel die Kommentarmöglichkeiten in Weblogs, Foren und Gästebüchern nutzen, um dort Links zu ihren Websites zu platzieren.

Die Bowling-Methode, wie man sie häufig liest

Etliche SEOs behaupten nun, dass Google einen Filter hat, der dieses unnatürliche Linkwachstum mit vielen tausenden, immer gleich lautenden Links innerhalb weniger Tage erkennt und auch abstraft; im schlimmsten Fall mit dem Ausschluss der Website aus dem Index.

Ganz so einfach wird sich es Google allerdings nicht machen, denn das Missbrauchspotential wäre enorm und die Opfer haben keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Aus diesem Grund kann man davon ausgehen, dass Google sehr wohl einen Unterschied macht zwischen unbekannten Seiten und Websites, die bereits seit einiger Zeit vorne in den Serps stehen und bei denen es sich um eine Bowling-Attacke handeln könnte.

Weitere denkbare Bowling-Methode

Viele Websites setzen aus Suchmaschinenoptimierungsgründen das Apache Modul ModRewrite ein, welches einem ermöglicht, der Suchmaschine eine statische URL zu liefern, in Wirklichkeit wird aber eine dynamische Adresse aufgerufen.

Wenn man dieses Modul falsch einsetzt, dann besteht die Möglichkeit, dass unendliche viele statische Seiten aufgerufen werden können, die alle die selbe Seite darstellen, weil einzig und alleine der Zahlenschlüssel ausschlaggebend ist.

Beispiele:

  • www.domain.de/spieler/123-miroslav-klose.html (Original-URL)
  • www.domain.de/spieler/123-klose.html (Kopie)
  • www.domain.de/spieler/123-miroslav.html (Kopie)
  • www.domain.de/spieler/123-asdasd.html (Kopie)
  • usw.

Alle Adressen weisen die Zahl 123 aus, die verantwortlich dafür ist, welcher Spieler angezeigt werden soll. Die nachfolgenden Zeichen werden bei falscher Konfiguration nicht abgefragt.

Ein Spammer könnte nun dafür sorgen, dass hunderttausende von diesen Kopien in den Google-Index wandern und die Suchmaschine die Domain sperrt, weil diese unglaublich viel Duplicate Content enthält.

Die Methode dürfte durchaus erfolgversprechend sein, da die falsche Konfiguration, die den Missbrauch erst möglich macht, in den Verantwortungsbereich des Webmasters fällt.

Allerdings macht Google -so können wir aus eigenen Analysen berichten- auch hier Unterschiede zwischen neuen, unbekannten Domains und alten, starken Domains. Letztere sind viel weniger anfällig für den Duplicate Content-Filter.

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