Wer bisher herausfinden wollte, wie viele Besucher eine bestimmte Website hat, dem blieb als Möglichkeit nur Alexa
übrig; auch wenn dieser Service, gerade bei kleineren Projekten -dank der geringen und somit nicht unbedingt repräsentativen Verbreitung der Toolbar- nicht wirklich verlässliche Daten lieferte.
Nun serviert uns auch Google via GoogleTrends
ungefähre Besucherzahlen zu beliebigen Webseiten (vorausgesetzt, es handelt sich dabei um halbwegs gut besuchte Seiten). Woher die Daten stammen, dazu steht bei Jojo
etwas: Google nutzt unter anderem die Daten aus der Suche (z.B. wird protokolliert, welche Links in den Serps angeklickt werden) sowie anonymisierte Daten aus Google Analytics.
Etwas anders als bei Alexa ist bei Google, dass die Daten, wie Sistrix
schreibt, die eindeutigen Besucher pro Tag angibt, während Alexa die eindeutigen Besucher pro Monat zeigt. Das heißt, dass bei Seiten, die von den gleichen Besuchern mehrmals im Monat aufgerufen werden (z.B. Webmailer, News-Magazine, Communities, etc.) deutlich unterschiedliche Trafficzahlen angezeigt werden und somit ein richtiger Vergleich der beiden Datenservices nicht möglich ist.
Egal ob Alexa oder GoogleTrends, die Zahlen geben keinesfalls die genauen Besucherzahlen wieder, sondern sind lediglich Schätzungen, die nicht zwingend auch komplett richtig sein müssen. Man sollte sie also immer mit etwas Vorsicht genießen. Trotz dieses Umstands sind die Website-Trends von Google natürlich ein nettes Werkzeug mit dem man doch die ein oder andere interessante Information herausziehen kann und sei es nur, wenn man versucht, herauszufinden
, in welchen Bundesländern, bestimmte Webangebote am erfolgreichsten sind. Beispiel gefällig?
Während in Bayern die Lokalisten die Nase vorne haben, dominiert in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen das Wer-Kenn-Wen-Netzwerk; den Rest führt StudiVZ an.
Was natürlich etwas strange daherkommt, ist die Tatsache, dass Google die eigenen Websites (z.B. Google.com, Youtube.com, etc.) ausgeschlossen hat. Für die werden keine Daten angezeigt. Das entspricht nicht wirklich dem Firmenmotto “Don’t be evil”. Aber darüber wurde sich ja schon an entsprechender Stelle beschwert
…



