Auch wenn das hier nun ein Beitrag wird, den man seit gestern schon x-fach in ähnlicher Form in nahezu allen erdenklichen Blogs rund um das Thema SEO lesen konnte, so kann ich es doch nicht unterlassen, der Vollständigkeit halber hier im Newsbereich darauf hinzuweisen:
Google hat einen eigenen Browser herausgebraucht:
dieser hört auf den Namen Google Chrome
Der neue IE-Killer?
Seit gestern abend kann man ihn downloaden und das haben schon einige Kollegen gemacht. Das Fazit war bisher positiv, besonders euphorisch war Thomas, der dem neuen Google-Browser innerhalb von 12 Monaten einen Marktanteil von 40%
zutraut.
Ganz so optimistisch würde ich das allerdings nicht sehen. Es dürften momentan überwiegend die technisch versierteren Benutzer sein, die Chrome ausprobieren werden. Der Otto-Normal-User, der bei seinem Windows-System sowieso den Internet Explorer mitgeliefert bekommt, der wird den Teufel tun und einen neuen Browser installieren; zumal er in der Regel gar nicht wüsste, wie man das installiert. Ein wirkliches Konkurrenz-Produkt zum Internet-Explorer wird Google Chrome wohl deshalb erst einmal nicht sein.
Mein erster Eindruck
Was mir bei meinem ersten kurzen Test aufgefallen ist: der Bildschirm wird fast komplett für die Anzeige der Webseite verwendet, also keine überflüssigen Leisten, Buttons oder Statuszeilen, die den Bereich, der für den Seiteninhalt vorgesehen ist, verkleinert. Für mich persönlich ist das eher ein Hinderungsgrund, denn ich bin meine Leisten mit Shortcuts und Plugins, wo ich für mich wichtige Metainformationen über die Website sofort immer sehe, gewohnt, aber gerade für reine Webanwendungen dürfte das interessant sein. Denn die kommen mit dem Google-Browser dann daher, wie wirkliche Desktop-Anwendungen.
Hier mal einen Vergleich von Google Docs
(angezeigt im Chrome / links) und der Desktop-Anwendung Microsoft Excel (rechts):

Würde man das einem normalen Nutzer zeigen, dann würde der wahrscheinlich gar nicht merken, dass er keine Anwendung am Laufen hat, die auf seinem Rechner installiert ist, sondern einen ganz normalen Internetbrowser. Genau darin, dass man Google Chrome nicht mehr als Browser wahrnimmt, dürfte sein Vorteil liegen. Die Frage ist nur: wie man den gemeinen Benutzer dazu bewegen kann, den Browser zu installieren… aber Google wird sich da schon was einfallen lassen…
Weitere ausführlichere Eindrücke gibt es bei Thomas
, Torsten
, Josef
, Julian
und einigen anderen…




Thomas Promny
Warte mal ab: Das Ding wird in allen Zeitungen und Zeitschriften der Welt erwähnt. Und es funktioniert sehr, sehr gut.
Kannst ja gern dagegen wetten.
Daniel Rüd
Bei Wetten bin ich doch immer zu haben.
Was ist der Einsatz?
Josef
Der Bang, den Chrome verursacht hat, war ja nicht schlecht. Heute hab ich gelesen, dass ein US-Webanalyse-Spezialist nach Auswertung von 45.000 Datensätzen auf einen Chrome-Marktanteil von ca. 3 Prozent kommt - für nicht einmal 24 Stunden nicht schlecht. Jetzt könnten man natürlich orakel, dass die Prognose von Thomas noch zu gering ausfällt…
Nein, Spaß beiseite - ich glaube schon, dass Google da ein großer Wurf gelungen ist und die Power, das Ding zu promoten und zu verbreiten haben sie in jedem Fall. Insofern wird das Ding in jedem Fall seine Anhänger finden. Fragt sich nur, ob die User bei Google mittlerweile nicht etwas zaghaft reagieren. Schließlich hat man in der Vergangenheit - selbst in der Bild-Zeitung - lesen können, dass Google eine Datenkrake ist und die Folge daraus werden ja immer wieder proklamiert…
Ich würde aber auch mitwetten…
Mein Tipp: Irgendwas im niedrigen Zwanzig-Prozent-Bereich.